Dann kam Mitte 2005 die Anfrage
eines Waldorfschülers, der nicht, wie all seine Mitschüler, ein
Cello oder eine Geige bauen wollte. Nein, er wollte seine Energie in den
Bau einer e-Gitarre stecken. Das war für die Waldorfschule in Ordnung,
sofern er einen Gitarrenbauer findet, der ihn betreut.
Alles klar! Wir einigten uns auf einen Preis, der das Material beinhaltete
und mich für meinen Zeitaufwand entschädigte. Und das Abenteuer
"Gitarrenbau" mit einem 14 jährigen konnte beginnen.
Die Tatsache, dass ich zur Zeit den 5. Waldorfschüler
betreue, lässt darauf schliessen, dass das Abenteuer geglückt
ist!
Der Umgang mit den Jugendlichen und ihren Familien macht mir tierisch Spass
und die Resultate sind sehens- und hörenswert.
Der Erfolg des Waldorfschul-Projektes gab dann den letzten Kick, künftig
auch Gitarrenbau-Workshops anzubieten.

als ich meine Gitarrenbauwerkstatt eröffnete,
war mir ehrlich gesagt nicht bewusst, welche unerwarteten Nebeneffekte das
haben könnte. Wöchentlich kamen Anfragen von Schülern, die bei mir ihr Schulpraktikum
absolvieren wollten.
Okay, da ich ja grundsätzlich erstmal offen für alles bin, kam
mein erster (und einziger) Praktikant Matthias für x Wochen zu mir,
um mir bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und auch das eine
oder andere selbst zu werkeln.
Das war eine gute Sache, aber leider ging bei der Gelegenheit recht viel
Zeit drauf, die mir für meine eigene Arbeit fehlte. Lange Rede kurzer
Sinn: es war schlichtweg (leider) absolut unwirtschaftlich.